Ich bin auf dem Land in Bayern aufgewachsen und 2022 gemeinsam mit meiner Partnerperson in meine Wunschstadt Berlin gezogen. Nach meiner Schulzeit in einer Kunsthochschule habe ich in verschiedenen Berufen gearbeitet und mich mit viel Ehrgeiz in mein neues Leben gestürzt. Nach etwa einem Jahr in einem klassischen Vollzeitjob folgte jedoch, womit ich nicht gerechnet hatte: Burnout und eine mittelschwere Depression.
Diese Zeit war die große Herausforderung aber gleichzeitig hat sie meinen Blick auf Stress, psychische Gesundheit und den Umgang mit den eigenen Grenzen grundlegend verändert und ich habe in dieser Zeit enorm viel über mich gelernt. Ich weiß, wie es sich anfühlen kann, sich ganz am Boden zu fühlen und keinen Sinn im Leben zu spüren. Und ich weiß auch, dass Heilung selten durch eine einzige Sache oder Erkenntnis entsteht, sondern durch viele kleine Schritte.
Das Thema Entspannung begleitet mich jedoch schon viel länger. Mein Vater arbeitet seit über 20 Jahren als Entspannungstrainer und hat mir dieses Wissen gewissermaßen mit auf den Weg gegeben. Als Jugendliche wollte ich aus Teenagertrotz davon allerdings nichts wissen. Heute bin ich froh, dass ich schließlich doch in seine Fußstapfen getreten bin – allerdings mit meinem ganz eigenen Blick auf das Thema.
Ich bin ausdrücklich keine Psychologin oder Psychotherapeutin. Ich empfehle allen Menschen professionelle psychologische oder psychotherapeutische Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass man über Stress und Entspannung nicht sprechen kann, ohne die psychischen Zusammenhänge zu betrachten. Deshalb gehören Themen wie Resilienz, Selbstfürsorge und der Verhaltenstherapeutische Ansätze für mich selbstverständlich zum Themengebiet Entspannung dazu. Dies ersetzt jedoch keine Therapie, sondern ist ein ergänzendes Angebot.
Ich gebe in meinen Kursen die Methoden weiter, die wissenschaftlich gut untersucht sind und die mir persönlich geholfen haben. Das Feld der Entspannung überschneidet sich häufig mit esoterischen Angeboten. Ich selbst orientiere mich an wissenschaftlichen Erkenntnissen und lege Wert auf einen kritischen, nachvollziehbaren Umgang mit meinem Wissen. Ich betreibe keine Forschung, aber ich bilde mich kontinuierlich weiter und möchte Entspannung verständlich, alltagstauglich und evidenzbasiert vermitteln. Für mich schließen sich Wissenschaft, Empathie und Menschlichkeit nicht aus – im Gegenteil, wirklich darüber nachgedacht ist ein empatischer Umgang mit sich selbst und anderen absolut logisch.
Außerdem bin ich queer und neurodivergent. Mir ist wichtig, einen Ort zu schaffen, an dem sich alle Menschen willkommen und sicher fühlen.. Rassismus, Sexismus, Queerfeindlichkeit, Ageismus und Ableismus haben in meinen Kursen keinen Platz. Ich wünsche mir ein respektvolles, menschliches Miteinander, in dem jede Person so sein darf, wie sie ist.
Ich möchte mit meiner Arbeit Menschen Werkzeuge an die Hand geben, die ihnen helfen können, besser mit Stress umzugehen, den eigenen Körper wieder wahrzunehmen und mehr Ruhe in ihren Alltag zu bringen – so, wie diese Werkzeuge mir selbst geholfen haben.